Winterinfo 2020

Liebe Mitglieder, Freunde der Wupperschiene und Interessierte Bürger,

wenn man 2020 hört denkt man erstmal nur negatives, Pandemie, Lockdown, kein Urlaub, eingeschränktes Leben, Krankheit und …

…hm war es wirklich alles so schlimm? Ist nicht auch etwas positives passiert? Ja, und nicht zu knapp bei  der Wupperschiene. Auch uns haben die Einschränkungen gelähmt, Hygienemaßnahmen mussten eingeleitet werden, das Gesellige im Verein kam zum Erliegen und wir mussten uns auf die reine Arbeit an der Infrastruktur beschränken. Dank des recht freundlichen Winters konnten wir fast durchgehend bisher arbeiten. 

 

Brücke Öhde

Die denkmalgerechte Sanierung der Brücke Öhde konnte erfolgreich Anfang des Jahres beendet werden. Dank der großzügigen Spenden der „NRW-Stiftung“ und der „Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ konnte die alte Bausubstanz erhalten werden und die Brücke fit für den Eisenbahnverkehr gemacht werden. Unser Dank gilt hier natürlich unseren ehrenamtlichen Helfern, den Mitarbeitern der GBA, die uns tatkräftig unterstützen, unserem Bauwerksprüfer Dipl.Ing. Erich Heymer und dem Generalunternehmen Heinrich Send GmbH für deren Unterstützung und gute Arbeit.

https://wupperschiene.eu/sanierung-bruecke-oehde/

 

Vegetationsarbeiten

Unsere ehrenamtlichen Helfer haben mit Unterstützung der Mitarbeiter der GBA vornehmlich im Winter/Frühjahr und seit dem Herbst wieder massiv die Strecke vom Bewuchs befreit. Dies wird bei einem Spaziergang oder einer Fahrt entlang der Beyenburgerstraße besonders deutlich. Aber auch für die Draisinen von Wuppertrail e.V. musste zwischen Beyenburg und Dahlhausen ständig gemäht und geschnitten werden.

Über das warme Halbjahr beschränkten wir uns auf den notwendigsten Freischnitt, um die Sicherheit auf der Strecke zu gewährleisten . Dies gilt insbesondere für den Bewuchs im Lichtraumprofil und bei Gefahr durch nicht mehr sichere Bäume.

Wir danken allen Beteiligten hier sehr herzlich für die vielen Stunden harter Arbeit und den guten Einsatz!

 

Aufräumen

Unsere jüngeren Aktiven haben im Bahnhof Dahlhausen aufgeräumt Ebenso wurde seitens der GBA Mitarbeiter begonnen Schrott zu entfernen. Aber auch an anderer Stelle wurde aufgeräumt durch Vereinsmitglieder. Eine notwendige und trotzdem unbeliebte Arbeit. Auch hier unser bester Dank an alle Täter!

Fahrzeuge

Unserer V 60 geht es gut. Sie ist im Rheinischen Industriebahnmuseum Köln im Lokschuppen gut untergestellt und vor Witterung und Vandalismus geschützt. Die Lokomotive wird hier gut gepflegt und mit Unterstützung durch die Mitglieder des RIM in Stand gehalten. Aber eine Lokomotive muss auch regelmäßig zur Nachschau / Fristung in ein Bahnbetriebswerk. Dies wird auch regelmäßig gemacht. Im Sommer wurde die Vorwärmanalage saniert, da diese nicht mehr einwandfrei funktionierte und die Elektrik überarbeitet. im kommenden Jahr stehen schon wieder Fristarbeiten und die Erneuerung der Funkanlage an. Dies wird wieder sehr teuer.

Der CI 28 ist derweilen in der Hauptuntersuchung und Sanierung bei einem professionellen Unternehmen. hier werden die Stahlbaumängel beseitigt, die Bremsanlage durchgesehen und in Stand gesetzt, Puffer getauscht, Korrosionsschutz betrieben. Die Sanierung wird sich aber noch bis weit in das Jahr 2021 ziehen. Hier stehen noch der Tausch der Radsätze, der Innenausbau und später die Lackierung an. Also noch sehr viel Arbeit.

 

Brücken Wilhelmstal

Ein weiteres großes Projekt des Vereins war die Fahrbahnsanierung der Brücken Wilhelmstal I und Wilhelmstal II. Geplant war, nach dem Erfahrungen aus dem Brückenbalkentausch in Beyenburg, Vogelsmühle und Öhde, in kurzer Zeit die alten, maroden Brückenbalken abnehmen und durch neue, vorgesägte Brückenbalken tauschen. Hierzu hatten wir extra ein Unternehmen mit 2 Wege-Bagger kommen lassen. Im Vorfeld wurden die Abdeckbleche abgehoben und Fahr-, sowie Fangschienen demontiert, eine Baustelleneinrichtung installiert, die Brücken abgezäunt. Endlich sollte es losgehen. Soweit, so gut. Trotz guter Vorbereitung erlebten wir allerdings schnell ein übles Fiasko …. unter den Brückenbalken wurde beim letzten großen Anstrich leider nicht beschichten. So war die Oberfläche entsprechend erst neu zu beschichten, was natürlich ordentlich zeit kostete und die Zeitplanung ordentlich ins wanken brachte. Wenn es schon nicht läuft, dann aber richtig: unter den Brückenbalken waren uns vorher nicht bekannte Nieten. Daraufhin mussten diese einzeln vermessen und von Hand aus den neuen Balken ausgefräst werden. Somit war jede Bauablaufplanung obsolet geworden. Die Zeit verging und der Bagger musste weiter, ohne allzu produktiv gewesen zu sein. Eine ärgerliche und ,weil nun nur noch händisch weiterzuarbeiten war, eine schweißtreibende und sehr harte Arbeit. Nun die Brücke Wilhelmstal II ist 2/3 fertig, Wilhelmstal I im Dornröschenschlaf und wir etwas ernüchtert. Hilft aber nichts. Nach der vegetationsrückschnittwinterpause müssen wir sehen endlich diese Baustelle in 2021 abzuschließen.

 

 

Vorbereitung zur Teileröffnung der Strecke 

Last but not least wollen wir immer noch fahren auf der Wuppertalbahn. Um zu mindestens erst einmal zwischen Wuppertal Oberbarmen und Beyenburg fahren zu können wurden und werden gerade alle Anstrengungen auf dieses Streckenstück gelegt. Wie oben erwähnt, der Freischnitt, es wurde die Signalisation vervollständigt, gemessen und gerichtet, mit einer Geologin die Strecke begutachtet, die Bauwerke geprüft, wir haben die große Stützwand in Beyenburg durch die fleißigen Mitarbeiter der GBA saniert, der Tunnel wurde nochmal nachgearbeitet, alle Durchlässe inspiziert, gereinigt,  repariert und gesichert. War das alles? Nein! Natürlich nicht! Auf der Brücke Kemna wurden die Randwege erneuert. Selbstverständlich denkmalgerecht und trotzdem nach neusten Stand der Technik.  Die Strecke ist nun von der Betriebsführung der DB Netz an die RSE GmbH endgültig übergegangen. Hier laufen gerade die bürokratischen Prozesse, damit wir auch im kommenden Jahr richtig loslegen können. So langsam ist die Aufgabenliste klein geworden, aber viel kleine und einige große Handgriffe sind noch nötig, bevor die Landeseisenbahnaufsicht unsere Strecke kommt und den Weg frei gibt….

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