Sanierung und Hauptuntersuchung CI 28

gefördert durch:

Geschichte der Donnerbüchse Bauart Ci 28 und Planung einer Wiederinbetriebnahme beim BBFW

In Deutschland waren Anfang des 20.Jahrhunderts die Schienen nicht wie heute bekannt durchgehend verschweißt, sondern einzelne Schienenstücke waren mit Laschen verschraubt.

Damit gab es auf längeren Streckenabschnitten sehr viele Schienenstöße.

Bei dreiachsigen Fahrzeugen konnten die Mittelachse die Schienenstöße recht gut abdämpfen und deren Fahrkomfort wurde als recht angenehm empfunden.

Nach dem 1.Weltkrieg wurden aus Kosten- und Gewichtsgründen nur noch zweiachsige Personenwagen beschafft.

Wegen der fehlenden dritten Mittelachse „polterten“ diese zweiachsigen Personenwagen bei jedem Schienenstoß.

Die Personenwagen bestanden anfangs noch aus einem hölzernen Wagenkasten und teilweise aus noch einen Holzrahmengestell.

Die Lärmentwicklung durch Fahrgeräusche hielt sich bei diesem Baureihentyp in erträglichen Grenzen.

Mit Änderung der Bauart ab 1921 kam die heute bekannte Donnerbüchsen-Bauart auf, Anfangs auch mit teilweise hölzernen Wagenkästen, die mit Blech verkleidet waren und mit hölzernen Wagendächern.

(Hölzerne Bauart der Donnerbüchse)

Noch im gleichen Jahr sind alle zukünftig gebauten Donnerbüchsen komplett mit Ausnahme die Wagendächer aus Eisen und Blech gebaut.

(Eiserne Bauart der Donnerbüchse)

Der Anstieg der Fahrgeräusche zum Vergleich der hölzernen Bauarten war deutlich.

Die Ganzstahlbauweise kam erst im Jahr 1926 auf, die hölzernen Wagendächer bestanden ab diesem Baujahr aus Ganzstahlkonstruktion.

Zwischen Rad/Schiene und dem Wagendach fehlten die Dämmung und der gesamte Wagen dröhnte im Fahrbetrieb sehr stark.

Dieses Geräusch wurde als „Donnern“ wahrgenommen und woraus sich für alle gebauten Wagen der heute bekannte Name „Donnerbüchse“ sich ableitet.

Der Name „Donnerbüchse“ ist für die gesamte Wagenfamilie damit unter den Eisenbahnfreunden so bekannt. (aus; www.donnerbuechse.eu)

Beide Grafiken zeigen eine Donnerbüchse der Bauart Ci 28.

Im ersten Beispiel der Ci 28 als Wohn- und Werkstattwagen.

Bei der zweiten Grafik denen einer Donnerbüchse Ci 28 sowie der Verein Bergische Bahnen- Förderverein Wupperschiene e.V. in seinen jetzigen Besitz hat

Vor 1930 hat das Fahrzeug die Bezeichnung 41 540 Altona

Ab 1930 dann die Bezeichnung 41 83 282 Altona

Nach 1945 die Bezeichnung 83 282

Hersteller; Wismar 1928

Das Fahrzeug war vor Umbau als Personenwagen bei der Deutschen Reichsbahn als Wohnwagen – Signal- und Fernmeldemeisterei mit Heimatbahnhof Karl-Marx-Stadt als DR 80 50 39 19 326-6 Dienst aa eingesetzt.

Aus denen wurde beim Verein Verdener Eisenbahnfreunde e.V. der heutige Personenwagen Ci 28 umgebaut.

Der Verein Bergische Bahnen – Förderverein Wupperschiene e.V. kaufte im Jahr 2016 das Fahrzeug und steht heute vor der schweren Aufgabe, Instandsetzung- und Reparaturarbeiten an verschiedenen Gewerken und einer Hauptuntersuchung durchzuführen.

Nach deren Arbeiten soll das Fahrzeug für den Museums- und Touristikverkehr mit einer Hauptuntersuchung gemäß EBO § 32 auf der Infrastruktur der Wupperschiene und/oder auch außerhalb eingesetzt werden.

Donnerbüchse Ci 28 – BBFW bei der Ankunft in Münster-Ost 2016

1. Technische Daten

Gattungsbezeichnung; Ci 28 – 3.Klasse

Umbau /Stückzahl 1744

Umgrenzungslinien nach EBO § 22 – G1

Untergestell Stahl

Kastengerippe Stahl

Bekleidung Blech

Länge über Puffer (LÜP) 13.920 mm

Achsstand 8.500 mm

Raddurchmesser 1.000 mm

Breite Wagenkasten 3.096 mm

Eigengewicht 20.000 kg

Achsbauart Vereinslenkachse

Achsstand 8.500 mm

Radsatzzahl 2

Bauart der Radsatzhalter Pressblech

Bauart der Radsatzlager A 01

Blattfeder gestreckte Länge 2.000 mm

Querschnitt 13 mm x 90 mm

Zahl der Federlagen Endachsen 9

Schakenbauart ovale Schaken

Zugstange geteilt

Bauart der Puffer Hülsenpuffer

160 x 280 mm

Zulässige HG km/h 90 km/h

Bauart Luftdruckbremse Kk-GP

Bremsgewicht P 21 t

Bremsgewicht G 16 t

Handbremse 10 t / Spindel

Bauart Steuerventil Kkpbr

Höhe bis Dachscheitel 4.007,5 mm

Fensterbreite 3.Klasse 600 mm

Plattformsicherung Dix-Gitter

Sicherung d. Übergänge Scherengitter

Toilette Fallrohr

Lüfterbauart Wendler-Sauger

Heizung Dampfheizung/v.Umbau

Webasto HL 90 / Umluft n. Umbau

Dampfheizung durchgehende Leitung

Sitzplätze; 58

Bauart der Beleuchtung elektr. 24 V

Stromversorgung extern/v. Umbau

Lichtmaschine/n. Umbau

Letzte Untersuchung (HU EBO § 32)

14.05.2005

(aus; www.donnerbuechse.eu)


2. Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten

Bei einem Personenwagen der Bauart Donnerbüchse Ci 28 ist die genaue Kalkulation von Lohn- und Arbeitsstunden im Voraus ist sehr schwer zu definieren.

Es gibt sogenannte versteckte Mängel, die erst nach Abbau der Innenverkleidung und/oder dem Ausbau Fußboden erst sichtbar werden.

Oder bei einer genaueren Befundung werden weitere Arbeiten als notwendig festgestellt.

Folgende Arbeiten müssen gemacht werden:

Lastenheft für den Ci 28 – 75 80 2 469 098-6 D BBFW

Los 1. Fahrzeug Ci 28 im Eingangszustand prüfen

    1. Fahrzeug im Eingangszustand innen/außen sichten

    2. Fahrzeugrahmen und Bauteile an denen Zug- und Stoßeinrichtung angebaut sind auf sichtbare Schäden und/oder Unfallschäden prüfen

    3. Fahrzeug/rahmen auf möglichen äußerlichen sichtbaren Schäden/Unfallschäden prüfen

    4. Sichtprüfung der elektrischen Anlage innen/außen

    5. Sichtprüfung der Heizungsanlage innen/außen – einschließlich Kraftstofftank

    6. Rad und Bremsanlage auf sichtbare Schäden prüfen

    7. Vermessung Radsätze (Radsatzprofilmessung)

    8. Tragfedern und Radaufhängung auf sichtbare Schäden prüfen

    9. Fenster und Türen – Scheiben auf Beschädigungen prüfen

    10. Fenster und Türen auf sicherheitsrelevante Schäden prüfen

    11. Sitzeinrichtung auf sicherheitsrelevante Schäden prüfen

    12. Prüfung der vorhandenen Feuerlöscher und deren Zulassung

    13. Probeentnahme von Dämmstoffen – Prüfung auf mögliche Asbestbelastung im Labor

    14. Prüfung auf Schäden im Bereich Plattform, Scherengitter und Dix-Gitter – Absturzsicherung auf mögliche Durchrostungen prüfen

    15. Zug- und Stoßeinrichtung prüfen

    16. Höhenmessung Hülsenpuffer

    17. Dichtigkeitsprüfung Dach und Dachentlüfter prüfen

    18. Wasservorratsbehälter Abortanlage auf Dichtigkeit prüfen

    19. Prüfung Fallrohr – Festigkeit und Durchrostung

    20. Eingangsprotokoll der festgestellten Mängel schreiben

    21. Auszutauschende Bauteile protokolieren

    22. Vorläufigen Arbeitsplanung schreiben

    23. Angebote einholen / Teilelieferant suchen

    24. Auszutauschende Blechteile ausmessen / Kostenerrechnung erstellen

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

Los 2.Bremsrevision gemäß VDV Schrift 885

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

2.1. Bremsgestänge einschließlich Bremsgestängesteller, Teile der Lastabbremsung und der Hand- und Feststellbremse abbauen und zerlegen, reinigen und untersuchen

2.2. Schäden und Mängel beheben

2.3. zusammenbauen, schmieren und einstellen

2.4. Bremsfangeinrichtung prüfen und gegebenenfalls erneuern

2.5. Kolbenhübe prüfen und einstellen

2.6. Umstelleinrichtungen Lastwechsel G/P und-

2.7. Bremsklötze,-sohlen/schuhe besichtigen und auf Zustand prüfen

2.8. Befestigung und Einstellung prüfen und erforderlichenfalls reinigen, gangbar machen, schmieren und nachstellen

2.9. Reibelemente sind in der Regel zu erneuern – Beachtung der Instandsetzungsmaße (Regelwerk HU gemäß § 32 (3) EBO)

2.10. Überschleifende Bremsklötze -oder sohlen auswechseln und Ursache des Überschleifens beseitigen

2.11. Bremsbeläge, -belaghalter besichtigen und auf Zustand, Befestigung und Einstellung prüfen und erforderlicherweise reinigen, gangbar machen, schmieren und nachstellen

Fachbetrieb

Los 3.Druckluftanlage inkl. Druckbehälterprüfung

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

3.1. Druckluftbehälter gemäß VDV 885 Abschnitt 4 prüfen

Prüfung von Druckbehältern sind je nach Behältergruppe gemäß VDV 885 (IBD) entweder von Sachkundigen(Druckluftliterprodukt kleiner als 1000 l) oder Sachverständigen vorzunehmen.

Druckluftbehälter ist Bestandteil der Hauptuntersuchung

3.2. Druckbehälter und deren Befestigung auf ordnungsgemäßen Zustand besichtigen

3.3. Druckregler prüfen und ggf. austauschen

3.4. Sicherheitsventil auf Funktion und Einstelldruck prüfen, *ggf. aufarbeiten oder tauschen

3.5. Druckluftleitungen auf Mängel prüfen, ggf. instandsetzen

3.6. Druckluftleitung ausblasen, abklopfen und bei Verdacht auf

Einengung des Regelquerschnittes den freien Durchgang prüfen

3.7. Staubfänger, Entwässerungseinrichtungen, Absetzträume der Ventilfilter entleeren

3.8. bei vorhandenen Filtereinsätze, reinigen oder tauschen

3.9. Druckanzeigeeinrichtung prüfen, Mängel und Schäden beheben, Teile erforderlichenfalls tauschen

3.10. Schlauchverbindungen auf Zustand prüfen, schadhafte Teile erforderlichenfalls auswechseln

3.11. Bremsschläuche, Bremskupplungen und Bremsabsperrhähne auf Zustand und freien Durchgang prüfen, Mängel beheben bzw. schadhafte Teile auswechseln

3.12. Bremszylinder auf Befestigung und sichtbare Schäden untersuchen

3.13. Bremszylinder *aufarbeiten oder tauschen

3.14. Bremszylinder aufarbeiten oder tauschen, dabei Bremskolben ausbauen, reinigen und untersuchen ggf. tauschen,

3.15. Manschetten prüfen ggf. erneuern

3.16. Lederstulpen/Gumminutring erforderlichenfalls aufarbeiten oder tauschen

3.17. Bremszylinder innen reinigen, untersuchen und fetten

3.18. Bremsanlage auf Funktion und Zustand prüfen (Stand/Fahrt)

3.19. zusätzliche Bremsventile

(GP-Wechsel- – Lastbrems- – Rückschlag- – Druckminderer/ventile)

Absperr- und Durchgangshähne und sonstige luftsteuernde Bremsapparate – soweit von der Bauart und Funktion falls erforderlich ausbauen, schadhafte Teile *aufarbeiten oder tauschen

3.20. Ventilträger reinigen

3.21. Bestandteile der Notbremseinrichtung reinigen, untersuchen, schadhafte Teile aufarbeiten oder tauschen

3.22. Bedienelement Notbremse funktionssicher einstellen und auf Wirksamkeit prüfen

3.23. Dichtigkeitsprüfung der Druckluftanlage

Prüfung mit PDR Gerät/Lok –gemäß Anweisung

3.24. Dichtigkeit der Bremszylinder prüfen – gemäß Anweisung

3.25. Dichtigkeit der Hauptluftbehälterleitung – gemäß Anweisung

3.26. Hand- und Feststellbremse auf richtiges Anlegen und Abheben,

bzw. Lösen – und bei handbedienten Bremsen auf Leichtigkeit – zu prüfen

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

Los 4. Zug- und Stoßeinrichtung

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

4.1. Zughaken einer Oberflächenriß- und Verschleißprüfung und

ggf. Ausbesserung – Ultrallschalluntersuchung durch Fachfirma

4.2. Zughakenfederführung prüfen und ggf. aufarbeiten (Fachfirma)

4.3. Zughakenfedern überprüfen, ggf. austauschen und fetten

4.4. Schmieren der Spindeln und Pufferbohlen

4.5. Pufferfedern überprüfen, ggf. austauschen und fetten

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

Los 5. Überprüfung des Fahrzeugrahmens

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

5.1. Schraub- und Nietverbindungen überprüfen und ggf. erneuern

5.2. Schweißverbindungen überprüfen und ggf. erneuern

5.3. Achslagerführung, Oberflächenriß- und Parallelitätsprüfung

zusätzliche Arbeiten (Eigenleistung und unter Anleitung Fachbetrieb)

5.4. Blechverkleidung außen an verschiedenen getrennt von den Säulenträgern – Schweiß- und Nietarbeiten erforderlich

5.5. Knotenbleche lose – verschweißen und nieten

5.6. Säulenträger in unteren Bereichen verrostet –austauschen und verschweißen

5.7. Rahmengestell Türeingangsbereichen verrostet

Neue Profile einpassen und verschweißen

5.8. genieteter Metallstreifen zur Stabilisierung der Blechverkleidung teilweise durchrostet – Schweiß- und Nietarbeiten erforderlich

5.9. Dachbereich – Stützrahmen teilweise durchrostet

Schweißarbeiten – und Verschraubungen erneuern

5.10. Fahrzeugrahmen – Schweißarbeiten

5.11. Fensterbereich – Rahmen nacharbeiten

Schweißarbeiten

5.12. Rahmenbauteile entrosten, grundieren und lackieren

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

Los 6. Überprüfung der Räder, Radsätze und Achslager

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

6.1. Nachweis über Räder und Radsätze gemäß EBO Anlage 6

zusätzliche Arbeiten (Eigenleistung und unter Anleitung Fachbetrieb)

6.2. Austausch der Radsätze (Güterwagenradsatz zu Personenwagenrad-

satz)

6.3. einmessen der Radsätze nach dem Einbau (Fachbetrieb)

6.4. Federpakete ein- und ausbauen

6.5. Federpakte überprüfen (Fachbetrieb)

6.6. Ein- und Ausbau Bremsanlage

6.7. Radsatzlager prüfen, Fett austauschen

6.7. Schaken prüfen, ggf. bearbeiten oder austauschen

6.8. Radsatzlager prüfen, ggf. bearbeiten und/oder austauschen

6.9. Radsatz und Achswellen – Ultrallschalluntersuchung (Fachfirma)

Los 7. Überprüfung des Aufbaus

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

7.1. Türen und Fenster auf einwandfreien Zustand prüfen

7.2. Türschließeinrichtung und Verriegelung prüfen

7.3. Einstige auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen

7.4. lose Bestandteile, Halterungen und Tritte prüfen

7.5. Prüfen der Übergänge und Plattform

7.8. Aufbau auf Beschädigung/Durchrostungen prüfen

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

zusätzliche Arbeiten (Eigenleistung)

7.9. Durchrostungen Blechverkleidung außen

(auswechseln, grundieren und lackieren)

7.10. Durchrostungen Übergang Dach zur Seitenfläche außen

(auswechseln, schweißen, grundieren und lackieren)

7.11. Korrosionsschutz Bereich Fenster

(schleifen, grundieren und lackieren)

Los 8. Überprüfung der elektrischen Zusatzeinrichtungen

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

8.1. Überprüfung Fremdeineinspeisung (Ladekabel Lok/Fahrzeug)

8.2. Prüfung der Verkabelung und Schaltschränke

8.3. Prüfung Batterieladegerät und/oder Batterien

8.4. Prüfung Generator und Regler

zusätzliche Arbeiten gemäß

Vorschriften und dem Regelwerk für elektrische Anlagen

im Bahnbetrieb

8.5. Umbau der elektrischen Anlage (Schutzkleinspannung)

Anlage von 24 V auf 230 V Anlage

8.6. Einbau 2 Batterien zzgl. Verkabelung

8.7. Einbau Sicherungen 100 A gemäß Vorschrift

8.9. Schaltschrank gemäß Vorschrift im Fahrzeug umbauen

(Dienstraum innen)

8.10. Kabelverbindungen/-verlegung prüfen ggf. austauschen

Elektroverteilanlage im Fahrzeug (nicht zugelassen)

Los 9. Überprüfung der Heizungsanlage

Die Hauptuntersuchung umfasst folgende Bestandteile

9.1. Überprüfung der Heizungsanlage (Luftheizung Bauart Webasto)

9.2. Überprüfung Dichtigkeit Heizungskanäle Innenraum

9.3. Prüfung der Dampfheizung

9.4. Prüfung der Kupplung der Dampfheizung

9.5. Prüfung Kraftstoffanlage für Webasto HL 90 Anlage

zusätzliche Arbeiten

In Eigenleistung und vom Fachbetrieb auszuführen

9.6. Austausch der Heizungsanlage Webasto HL 90

(Fristablauf für die Brennkammer)

Kosten circa 4.500 Euro zzgl. Kosten Steuerungseinheit

9.7. Austausch Dieseltank 35 l – Webasto Anlage

Vorgaben des EVU Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH

9.8. Austausch Dampfheizungsleitung – durchgehend

9.9. Austausch Kupplungen für Dampfheizung

Heizungsanlage Webasto HL 90 (Brennkammer älter als 10 Jahre)

Los 10. Arbeitsberichte – Nachweise – Stundennachweise

10.1. Nachweis über durchgeführte Hauptuntersuchung § 32 EBO

10.2. Stundennachweise über durchgeführte Arbeiten

10.3. Erstellung von Messprotokollen –

10.4. Nachweise wie deren Ultraschalluntersuchungen

10.5. Nachweise Austausch von Bauteilen (Herkunft, Hersteller

und technische Angaben)

10.6. Nachweise Nietarbeiten (Zertifizierung, Werkstoffe und Verfahren)

10.7. Arbeitsberichte (Art und Umfang der Arbeit, Mitarbeiter)

Los 11. Holzarbeiten

11.1. Ausbau und Reparaturarbeiten Innenraum

Erstellt: Gerhard Blüthner – 2.Vorsitzender/Technik

 

3. Erläuterungen Regelwerk und Verordnungen

Für eine ordnungsgemäße Instandsetzungs- und Reparaturarbeit, der Hauptuntersuchung sind verschiedene Regelwerke und Verordnungen einzuhalten.

Arbeiten in Eigenleistung können in einigen Punkten nur unter fachlicher Aufsicht eines zertifizierten zugelassenen Eisenbahnwerkstatt durchgeführt werden.

Richtlinien für Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten sind in verschiedenen Regelwerken und Vorschriften wiederzufinden.

EBO = Eisenbahn-Bau- Und Betriebsordnung

§ 32 Abnahme und Untersuchung der Fahrzeuge

  1. Neue Fahrzeuge dürfen erst in Betrieb genommen werden, wenn sie abgenommen sind (§3 Abs. 2)

  2. Die Fahrzeuge sind planmäßig wiederkehrend zu untersuchen

  3. Art, Umfang und Häufigkeit der Untersuchung nach Absatz 2 haben sich nach Zustand und Umfang der Nutzung der Eisenbahnfahrzeuge zu richten. Soweit für die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeuge keine Instandhaltungsstellen-Bescheinigung erforderlich ist oder die für die Instandhaltung zuständige Stelle keine anderweitigen Vorgaben für die Instandhaltung getroffen hat, soll eine Untersuchung mindestens alle sechs Jahre durchgeführt werden. Die Frist zwischen zwei aufeinanderfolgenden Untersuchungen darf in diesem Fällen mehrmals bis zu einem Jahr auf höchstens acht Jahre verlängert werden, wenn festgestellt ist, dass der Zustand des Fahrzeuges dies zulässt.

  4. Über die Untersuchung der Fahrzeuge sind Nachweise zu führen.

VDV = Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V.

Unterhaltung der Bremsen nach VDV Schrift 885 (IBD-NE)

Prüfung von Druckbehältern sind je nach Behältergruppe gemäß VDV Schrift 885 (IBD-NE) Abschnitt 4 vom Sachkundigen und/oder dem TÜV durchzuführen.

Nachweise über Räder und Radsätze ist gemäß EBO Anlage 6 zu führen

Im Weiteren sind Vorschriften und Regelwerke des jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) einzuhalten.

Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH mit Sitz in Bonn

Königswinterer Straße 252

Prüfrelevante Bremsbauteile sind ein zugelassenes zertifiziertes Unternehmen und/oder dem Ausbesserungswerk für Bremsteile DB Fulda einzusenden.